Volunteering

Vor Ort in Ghana helfen

Gemeinsam geht mehr

Werde Volunteer bei Amebii Ghana

Wir wollen auch dir die Möglichkeit geben, dich in Ghana zu engagieren und deine Zeit damit zu verbringen, unsere Projekte kennenzulernen und mit anzupacken. So erlebst du hautnah, wie die Hilfe und Unterstützung vor Ort ankommt und auch du kannst einen Teil dazu beitragen, das Leben der Menschen in unseren Projektgebieten nachhaltig zu verändern.

Im September 2016 gründeten wir das ‚Momokatha Volunteerhouse’. Momokatha ist aber nicht nur ein Haus, es ist vielmehr eine Homebase, in der es sich unsere Freiwilligen nach einem Tag voller Arbeit in unseren Projekten gut gehen lassen können.
In unserem Volunteerhouse hat jeder, der mit Freude und Enthusiasmus dabei ist, die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten zusammen zu leben, sich auszutauschen, den eigenen Horizont zu erweitern, in unmittelbarer Nachbarschaft mit Ghanaern zu leben, einen Einblick in den ghanaischen Alltag zu bekommen und eine tolle Zeit zu haben.

Um unser Volunteerhouse betreiben zu können, entrichtet jeder Freiwillige einen wöchentlichen Unkostenbeitrag von 140 Euro. Dafür öffnen wir dir die Tür zu unseren Projekten und heißen dich in unserer Gemeinschaft von wundervollen, engagierten und leidenschaftlichen Menschen willkommen.

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Als Volunteer spendest du zusätzlich einen einmaligen Betrag von 250 Euro, den du für ein Projekt deiner Wahl verwenden darfst. So erlebst du hautnah, dass deine Hilfe wirklich ankommt. Wir unterstützen dich gerne dabei und geben dir Anregungen dazu, welche Projekte du unterstützen kannst.

Selbstverständlich stehen wir dir auch bei allen organisatorischen Fragen zum Visum, den geforderten Impfungen und anderen Vorbereitungen zur Verfügung.

Wer ist für einen Freiwilligenaufenthalt bei uns geeignet?

Von einem klassischen Anforderungsprofil sehen wir ab, da es uns wichtiger ist, mit engagierten, motivierten Menschen zusammenzuarbeiten.
Uns geht es nicht darum, wie alt du bist (das Mindestalter beträgt jedoch 16 Jahre), was du beruflich machst oder ob du dich bereits sozial engagiert hast. Du solltest aber nicht nur gebrochen Englisch sprechen, sondern die Sprache gut können und verstehen.
Dennoch haben wir für dich eine kleine Übersicht zusammengestellt, an der du dich orientieren kannst.

Eigenständigkeit

Deinen Aufenthalt und deinen Tagesablauf planst du bei uns weitestgehend selbst. Dir steht die Möglichkeit offen, uns zu den Projekten zu begleiten oder eigene Ideen für neue Projekte umzusetzen, bei denen wir dir aber selbstverständlich gerne behilflich sind. Daher ist es für uns sehr wichtig, dass du eigenständig arbeitest und dich schnell an neue Gegebenheiten und Situationen anpasst.

Soziales Engagement

In einem Land zu leben, das gänzlich anders ist als du es vielleicht gewohnt bist, erfordert einiges an Mut, sozialer Kompetenz und Einfühlungsvermögen. Ob du dich bereits sozial engagiert hast ist unwichtig, vielmehr kommt es darauf an, dass du in einer Gemeinschaft leben kannst, in der man sich gegenseitig unterstützt und sich auf Augenhöhe begegnet.

Proaktivität

Vor und während deines Aufenthaltes im Momokatha Volunteerhouse gibt es für dich immer einen Ansprechpartner. Schön ist für uns aber, wenn du die Arbeit auf dem Grundstück und in den Projekten siehst und selbst mit anpackst. Wir freuen uns immer, wenn die Volunteers neue Ideen einbringen und diese dann eigenständig oder gemeinsam realisiert werden.

Möchtest du dich im Bereich Bildung bzw. in einer Klinik einbringen, erwarten wir zwar keine abgeschlossene Ausbildung und kein abgeschlossenes Studium, du solltest aber bereits über einiges an Erfahrungen in dem Bereich verfügen.

Bei welchen Projekten kannst du mithelfen?

Aktuell werden von uns nur solche Projekte unterstützt, die wir entweder selbst aufgebaut haben oder mit denen wir schon von Anfang an zusammenarbeiten und die sich als vertrauenswürdig erwiesen haben.

Unterteilt wird das Ganze in Arbeit direkt im Haus und in unseren Projekten.

  • kostenloser Englischunterricht für die Nachbarskinder
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Gestaltung eines Nachmittagsprogramms
  • Umsetzung eigener Projekte

Außerdem kannst du mehrere Tage die Woche in unseren Projekten außerhalb des Hauses mitarbeiten.

  • Unterrichten
  • Betreuung im Kindergarten
  • Unterstützung bei der Bereitstellung von Krankenversicherungen für die Kinder
  • Mitarbeit in der Klinik
  • Schulbau (je nach Verfügbarkeit)
  • Kindergartenbau (je nach Verfügbarkeit)
  • Brunnenbau (je nach Verfügbarkeit)
  • Umsetzung eigener Projekte

Eine Vermittlung in andere Bereiche ist natürlich auch möglich. In allen Bereichen entscheidest du selbst, wie oft und wo du dich einbringen möchtest. Gerade im Bereich der Bildung ist es aber sinnvoll, wenn du fünf Tage die Woche ins Projekt gehst, da sich die Kinder so besser an dich gewöhnen können, du dich mehr einbringen kannst und eine gewisse Kontinuität gewährleistet ist.

Wie werde ich Volunteer bei euch?

Du möchtest das westafrikanische Land Ghana kennen lernen und deine Reise damit verbinden, zu helfen? Du bist auf der Suche nach einem einmaligen Volunteer-Erlebnis? Dann bist du bei uns genau richtig.

Dabei spielt es keine Rolle, wie lange du uns deine Zeit vor Ort schenken möchtest. Ein Einsatz von zwei bis drei Wochen ist bedingt möglich, da wir auch für diesen relativ kurzen Zeitraum Alternativen für dich haben, wie du helfen kannst. Wir raten aber immer dazu, mindestens vier Wochen einzuplanen, gerade wenn du dich im Bereich Bildung engagieren möchtest.

Da wir keine Agentur für Freiwillige sind, sondern ein Freundeskreis von enorm engagierten, herzlichen Menschen, denen die Kinder des Landes sehr am Herzen liegen, wollen wir im Momokatha Volunteerhouse all diejenigen begrüßen, die uns mit viel Enthusiasmus und Herzlichkeit begegnen. Wir sind kein professioneller Anbieter für Volunteering, sondern finanzieren das Projekt nur durch die Spenden der Freiwilligen, die uns dabei unterstützen, das Haus weiter tragen zu können und den Kindern Ghanas und somit dem ganzen Land zu helfen.

Der wöchentliche Unkostenbeitrag beläuft sich auf 140 Euro und umfasst das Wohnen im Zweibettzimmer (Grundnahrungsmittel, Strom und Wasser inklusive). Natürlich holen wir dich bei deiner Ankunft am Flughafen ab. Außerdem gehen wir gemeinsam mit dir am ersten Tag auf eine City-Tour, auf der du dir einen ersten Eindruck von Accra verschaffen kannst und du die Stadt und ihre Menschen schon ein wenig kennen lernen wirst. Dein Einsatz im Projekt startet meist Montags. Auch hier wirst du von uns begleitet und wir zeigen dir, wie du zum Projekt kommst, was es eventuell zu beachten gibt usw.

 

Wir funktioniert es?

4 Schritte zum Volonteering

01

Create a personal profile

Schreibe uns eine E-Mail, in der du uns mehr von dir erzählst, über deine Motivation, bei uns Volunteer zu werden, berichtest und uns den Zeitraum nennst, in dem du kommen möchtest.

02

Add your organization

Sobald wir deine Mail bekommen haben, antworten wir dir so schnell wie möglich. Es kann sein, dass wir nicht immer direkt antworten können, aber wir setzen uns auf jeden Fall mit dir in Verbindung.

03

Add volunteer opportunities

Bei einem Skype-Gespräch oder Telefonat klären wir weitere Einzelheiten zu deinem Aufenthalt bei uns und besprechen auch Dinge wie Visum, Krankenversicherung, Flug, Impfungen etc.

04

You are ready to recruit!

Deinem Freiwilligendienst in Ghana steht nichts mehr im Wege und wir freuen uns, dich bald in unserer Volunteer-Familie aufnehmen zu können.

Warum bei Amebii Ghana Volunteer werden?

Mein Name ist Jessica, ich bin 26 Jahre alt und studiere im Master Lehramt für das Gymnasium und die Gesamtschule. Lehrerin zu sein ist für mich mehr als ein Beruf – es erfüllt mich und ich bin glücklich darüber junge Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleiten und unterstützen zu dürfen. Mir ist es wichtig Kindern und Jugendlichen etwas „Handfestes“ mit auf ihren Lebensweg zu geben und das ist für mich Bildung, auf die jedes Kind die Chance haben sollte. Auch ist es schon immer ein großer Wunsch von mir gewesen für eine längere Zeit im Ausland zu leben und dort an einer Schule zu unterrichten. Ich interessiere mich sehr für die ghanaische Kultur und möchte gerne das Land und die Menschen dort kennenlernen. Dabei ist es mir wichtig nicht einfach nur in das ghanaische Leben „reinzuschnuppern“, sondern die Möglichkeit zu erhalten die Kultur und die Menschen authentisch kennenzulernen und selber den Alltag in Ghana leben zu dürfen. Deshalb habe ich mich von vorneherein gegen „klassische“ globale Freiwilligenorganisationen entschieden. Durch einen Podcast bin ich auf die NGO Amebii Ghana Foundation und das Projekt Kronkorken Helfen aufmerksam geworden. Wibkes eigener Lebensweg sowie ihre aufgeschlossene Art haben mich direkt begeistert und ich war fasziniert davon, was sie und Marcus gemeinsam in Ghana aufgebaut haben und wofür sie sich einsetzen. Menschen Krankenversicherungen bereitzustellen ist – genau wie mein Ziel Bildung zu vermitteln – auf Nachhaltigkeit und lange Sicht angelegt. Besonders gefallen haben mir auch die Vielseitigkeit der NGO und die Partnerschaften zu anderen Institutionen/Projekten. Deshalb konnte auch mein Wunsch erfüllt werden als Lehrerin an einer Schule zu unterrichten. Auch die Tatsache gemeinsam mit meinen AnsprechpartnerInnen vor Ort zu leben und somit nicht komplett auf mich alleine gestellt zu sein haben mir sehr zugesagt. Für mich stand ziemlich schnell fest, dass ich meinen Auslandsaufenthalt gerne bei Wibke und Marcus verbringen möchte, denn mir werden dort die Möglichkeiten eröffnet, die mir wichtig sind. Ich freue mich sehr auf meine Zeit in Ghana und darüber ein Teil von Amebii Ghana Foundation sein zu dürfe

 

White Saviourism

An dieser Stelle ist es uns wichtig, kurz auf den White Saviourism einzugehen, der fast schon zum Trend geworden ist, wenn es darum geht, im Ausland Freiwilligenarbeit zu leisten.
Der White Saviour Complex beschreibt das Phänomen, bei dem weiße Westler*innen glauben, ihre Erziehung, ihre Herkunft oder ihre Ausbildung in einem Land des globalen Nordens gäbe ihnen das Recht, das Wissen und die Legitimation, Menschen des globalen Südens zu retten oder aufzuklären.
Der Begriff bedient also die gängigen Afrika-Klischees, nämlich die „armen“ schwarzen Kinder, die schüchtern in die Kamera schauen, zerfallene Schulen, Not, Armut und die armen Menschen, die so wenig haben und trotzdem so glücklich sind. Im Mittelpunkt dabei stehen die weißen Retter, die – überspitzt gesagt –da sind, um die Probleme für die Bevölkerung zu lösen und Essen zu verteilen.

In der Regel werden ehrhafte Motive verfolgt und man möchte Gutes tun. Das Gegenteil von gut ist aber leider oft nur gut gemeint. Hinterfrage dich selbst, was bei deiner Reise als Volunteer im Vordergrund steht und welche Intention dahinter steckt. Möchtest du viele Bilder, auf denen du inmitten freudestrahlender schwarzer Kinder zu sehen bist und du der Welt zeigen kannst, wie toll du bist, weil du den armen Kindern hilfst? Dann bist du bei uns an der falschen Adresse!

Überlege dir, wie befremdlich du es finden würdest, würde man wahllos in einem deutschen Kindergarten in die Menge der Kinder knipsen oder welch faden Beigeschmack es hätte, wenn man auf seinen Social-Media Kanälen munter arme Deutsche posten würde und über ihre vielleicht prekären Familienumstände oder die Situation von einzelnen Personen urteilen würde, ohne die Hintergründe zu kennen? Frage dich, warum es dann nötig ist, es mit den Menschen des globalen Südens zu tun. Frage dich, wie du dieses Bild des White Saviour Complex und somit der armen, unfähigen Afrikaner ändern kannst, die von den weißen Wohltätern gerettet werden müssen, weil die es vermeintlich besser können.
Reflektiere deine eigenen Sichtweisen und überlege, wie du auf sinnvolle Art und Weise von deinem Aufenthalt vor Ort erzählen und berichten kannst. Frage dich dabei immer, ob du das gleiche auch zu Hause in Deutschland, der Schweiz oder Österreich machen würdest und ob du dich wohl dabei fühlen würdest, wenn andere das in deinem Heimatland machen würden. Last but not least, hör auf damit, den Helden oder die Heldin zu spielen. Stelle dich nicht in den Vordergrund, sondern drehe den Spieß um und zeige die Ansichten und Geschichten der Menschen vor Ort, mit denen du zusammenarbeitest. Was würden sie der Welt gerne zeigen? Bevor du etwas filmst oder fotografierst (in den Projekten, aber auch außerhalb auf der Straße usw), frage vorher nach Erlaubnis.
Wenn du der Meinung bist, dass es notwendig ist, Bilder von Kindern zu knipsen und diese zu teilen, gehe vorher sicher, dass du die Erlaubnis (der Eltern!) dazu hast und setze den Fokus auf die Kinder, nicht auf dich.

 

Du möchtest dabei sein?

Dann fülle jetzt unser Kontakformular aus oder schicke uns eine Mail an volunteering(at)amebii-ghana.com.

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